Paartherapie

Paartherapie beginnt mit einem gemeinsamen Gespräch, wo abgeklärt wird was in der Therapie bearbeitet werden soll.

 

Eine Paartherapie empfiehlt sich wenn:

 

  • sie mehr Zeit mit Streiten verbringen als schöne Momente zu genießen
  • der Alltag von partnerschaftlichen Problemen bestimmt ist
  • in einer Beziehung zu sein Kraft kostet und keinen Halt mehr gibt
  • die Überlegung da ist ob sie sich trennen oder daran arbeiten wollen
  • eine Krise unüberwindbar erscheint und es eine neue Idee braucht
  • Sexualität ein Thema ist
  • sie nur mehr nebeneinander leben und mehr Nähe bräuchten
  • alte Konflikte hochkommen, die belasten

 

Paartherapie ergibt sich wenn es Themen gibt wie Fehler aus früheren Beziehungen die sie nicht wiederholen wollen, oder wenn sie nicht wissen ob sie die Beziehung aufrecht erhalten wollen oder es unterschiedliche Erwartungen gibt.

Es sollte Dialogfähigkeit und Gesprächsfähigkeit vorhanden sein.

Auch bei Lebensereignissen wie Elternschaft, Verpartnerung, Verabschiedung der eigenen Eltern, Fremdgehen oder Auszug der Kinder können Krisen entstehen und begleitet werden.

Sicherheitsseil in der Paartherapie
Foto: © Natascha Papousek
Julie und John Gottmann haben die vier apokalyptischen Reiter der Paarbeziehung definiert, die für Kommunikationssünden stehen und die Beziehung dauerhaft schädigen:

 

Die VERNICHTENDE KRITIK – es geht hier nicht um eine Beschwerde über einen Fehler (Erkennungsmerkmal wäre hier das es zielgerichtet festzumachen ist). Vernichtende oder destruktive Kritik wird an der Person in Form von Abwertungen, bezugnahme auf Charakterfehler oder Persönlichkeitsmerkmale festgemacht. Eine Schuldzuweisung und Anklage die universal an die Person gerichtet ist.

Die VERTEIDIGUNG – auch dies ein völlig normaler Prozess, aber wenn das Gefühl vermittelt wird nicht ernst genommen zu werden und dann noch weiter gegangen wird um auch gehört zu werden sollten sich die Wogen erst mal glätten bevor weiter gesprochen wird. Schnell können Sätze, die nachher bereut werden ausgesprochen werden. Hier geht es um eine Abwehr mit einer Rechtfertigung, meist noch einer Verleugnung der eigenen Anteile nur um den Konflikt aufrecht zu erhalten.

Die VERACHTUNG – drückt sich in Sarkasmus, Spott, Ironie oder aber auch Zynismus aus. Dann kommt auch noch ein Augenrollen vielleicht auch ein Fluchen dazu. Sie füllt den Krug bis zum Überlaufen mit negativen Gedanken an die Person, die gefährlichste Variante! Oftmals finden wir Vorbilder mit solchem oder ähnlichem Verhalten der Verachtung oder Geringschätzung aus der Kindheit, das dann kopiert oder einfach nachgeahmt wurde.

Der RÜCKZUG aus der Kommunikation – Schweigen kommt zum Vorschein. Ein Mauern oder bewegungsloses Dasein es scheint als ob das Gesagte dem Gegenüber völlig gleichgültig wäre. Auch ein Verlassen, flüchten aus der Situation kommt vor. Es wird nicht mehr geantwortet. Rückzug tritt erst im späteren Verlauf ein.

Gelegentlich wird noch ein fünfter Reiter genannt,

die MACHT aber auch OHNMACHTSGEFÜHLE – hier geht es um die Demonstration dieser und die Feststellung das ab nun keine Rücksicht mehr auf das Gegenüber genommen wird. Kompromisse sind nicht mehr möglich, Ärger und Streit wird provoziert um zu verletzen. Es wird signalisiert das kein Interesse mehr besteht, und nicht mehr ernst genommen wird. Ein sehr egoistischer Akt der früher oder später unweigerlich zum Ende einer Partnerschaft führt.

 

Termine können sie im Terminkalender anfragen oder einsehen, aber auch per Mail vereinbaren.

 

Beziehung beruht auf Gegenseitigkeit.

Martin Buber, Weisheiten der Welt